Gallus gallus domesticus

 

Unser Haushuhn. Wie mögen wir es gerne! Schon nach dem Schlüpfen ist das Huhn auf den Beinen und als Wattebausch unterwegs. Ausgewachsen als fleißige Henne oder stolzer Hahn eine Augenweide. Das Huhn versorgt die Menschen seit Jahrtausenden mit einer Vielzahl an wichtigen Stoffen. Natürlich sind da die Eier zu nennen, aber eben auch als Fleischlieferant hat das Huhn bis heute einen wichtigen Stellenwert in der menschlichen Gesellschaft. In vergangenen Zeiten wurden aber auch Knochen und Federn genutzt, sodass ein geschlachtetes Huhn fast vollständig verwertet wurde. Nach einem Leben in weitestgehender Freiheit bzw. nach einem naturnahen Leben als Teil einer Hofgemeinschaft mit vielen anderen sogenannten Nutztieren, endete so das Leben der meisten domestizierten Hühner. Notwendig oder nicht, so lebte das Huhn in einem Kreislauf in welchem die Würde des Individuums nicht das gesamte Leben ad absurdum geführt wurde.

 

Hühner –Fakten 2016.

Eine kurze Zusammenfassung der verschiedensten Haltungsformen von Hühnern ist hier nicht möglich. Das Huhn ist eins der am stärksten industriell genutzten Tieren überhaupt - so vielfältig sind die Informationen zu den Haltungsformen. Nur soviel sei hier angemerkt:

Nahezu kein Hühnerprodukt, sei es nun Fleisch oder Eier, die heute zu kaufen sind, stammt von einem „glücklichen Huhn“!

 

Man muss unterscheiden zwischen Masthühnern und Legehennen. Danach richten sich auch die Haltungsformen, was teilweise „produktionsbedingt“ ist. Zu den verschiedenen Formen kann sich jeder informieren. Links zu verschiedenen Seiten sind weiter unten aufgeführt.

 

Nur soviel:

Ob Legehenne oder Masthühnchen: Konventionell erzeugte Hühnerprodukte bedingen ein furchtbares Leben für die Tiere. Sowohl was den Platz aber auch die Hygiene und die Möglichkeit eines artgerechten Lebens angeht, kann hier nicht von einer ethisch vertretbaren Art des Umgangs bzw. der „Produktion“ gesprochen werden. Nebenbei sei angemerkt: Bei Tieren und tierischen Erzeugnissen von Produktion zu sprechen, ist Grundsätzlich bereits abartig. Es ist gängige Praxis eine Legehenne, die nach maximal 12 – 15 Monaten eine sinkende Legeleistung hat, aufgrund von schweren Gesundheitsschäden wie etwa Eileiter- und Bauchfellentzündungen und nebenbei weitere schwere körperliche Schäden aufweist, zu schlachten und das Fleisch bekommen wir dann zum „Geiz ist geil Preis“ im Supermarkt unserer Wahl angeboten. Masthühnchen geht es da nicht besser. Wer sich mit den Bildern und Zuständen der „Produktionen“ auseinandersetzt, dem vergeht schnell der Appetit. Das will ich nicht essen! Wenn schon nicht aus ethischen Gründen, dann wegen der ekelerregenden Zustände unter denen die Tiere aufwachsen und ihr kurzes meist qualvolles Leben leben.

 

Ein Huhn ist wunderschön. Wer sich noch erinnern kann wie es auf einem Bauernhof aussah, auf dem Hühner frei umher liefen, der weiß das.

2016 hat das Haushuhn einen Platz auf den Textilien von faircato. Trage es mit Stolz, dieses wunderbaren Tiere zu repräsentieren! Für einen fairen und bewussten Umgang mit allen Tieren.

 

http://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/huehner

 

http://www.provieh.de/Geflügel 

 

http://www.peta.de/faktenblatthuehner

 

 

 

 lat. Fagus

 

Als Reminiszens an die Wälder der Erde. Der Fagus, im Weiteren die Buche, steht 2016 bei faircato stellvertretend für unsere Wälder. Die Buche als eigentlich dominante Spezies in deutschen und Europäischen Wäldern soll so auf unseren Textilien ihren verdienten Raum erhalten. Trage sie und informiere über die Situation der Wälder der Welt.

 

Kennst du es noch? Das Rauschen der Baumkronen. Die Freiheit, während der Kletterabenteuer im Wald oder in den Obstbäumen. Im Sommer die schönsten Kirschen in der Krone des Baumes zu erreichen. Der Schatten und die Kühle des Waldes an einem heißen Sommertag. Durch das Laub zu streifen, nachdem der Wald im Herbst sein farbenfrohes Blatt abgeworfen hat. Aber auch das Feuer, das uns wärmt und seit Menschengedenken Schutz bietet.

 

1/3 der weltweiten Landmassen sind mit Wald bedeckt. Wobei davon lediglich nur noch ca. 20 % reine Urwälder sind. Dabei sei zu erwähnen, dass die Buche als ehemals dominierende Spezies nur noch mit ca. 15 % im deutschen Wald vertreten ist. Heute dominierend sind aufgrund der massiven Forstwirtschaft vor allem Nadelhölzer. In diesen Wirtschaftswäldern kann von Artenvielfalt nicht gesprochen werden.

Dabei ist eben diese Artenvielfalt der Wälder atemberaubend. Etwa 2/3 aller Tier- und Pflanzenarten leben in Wäldern. Wälder produzieren den lebenswichtigen Sauerstoff und binden Kohlendioxyd. Wälder sind Wasserspeicher und schützen den Boden vor Erosion.

Weltweit ist der Waldbestand um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Pro Jahr gehen 13 Mio. Hektar Wald verloren. Das entspricht einem Rückgang der Wälder um 35 Fussballfelder pro Minute! Die Tropen sind hier am stärksten betroffen. Mit der Rodung der Wälder gehen unzählige bekannte und noch unbekannte Arten für immer verloren.

Auch in Deutschland sind aufgrund der Monokulturen der Wälder und wegen des fast vollständigen Verlustes der Urwälder eine Vielzahl an Arten vom Aussterben bedroht. Besonders die Kleinen - wie die Gruppe der Insekten - sind hiervon stark betroffen. Aber grundsätzlich betrifft dies alle: Pilze und Flechten wie auch Wirbeltiere und Wirbellose.

 

Trage die Buche mit Freude und Stolz in Gedenken und in vollem Bewusstsein an die Schönheit der Wälder.

 

Informiere dich über den Zustand unserer Wälder. Ein Auszug aus den vielen Möglichkeiten die uns online zur Verfügung stehen:

 

www.nabu.de

 

www.greenpeace.de

 

www.wwf.de

 

www.wald-kaputt.de

 

www.regenwald.org

 

 

 

Lat. Apis Mellifera

 

Wer als Kind noch in der Natur aufwachsen konnte, draußen toben und spielen durfte, der weiß: Bienenstiche tun weh. Der weiß aber auch, dass aus Sicht der Biene keine böse Absicht dahinter steckt. Meist ist es einfach Pech.

Eine blühende Sommer-, oder Streuobstwiese, ein Gemüsegarten im Frühjahr und im Sommer ist voll mit summenden Bienen. Die Schluchten Kretas z.B. sind im Mai am frühen Morgen erfüllt von diesem Klang der hart arbeitenden Insekten. Es ist beruhigend und faszinierend zugleich. Jeder kennt das und kennt das Geräusch einer von Blüte zu Blüte fliegenden Biene.

2016 will faircato diesen am meisten verkannten Insekten einen Platz auf seinen Textilien geben. Der Dienst der hier von abermillionen Individuen vollbracht wird, ist uns heute gar nicht mehr klar. Wie so Vieles nehmen wir es als selbstverständlich an. Doch das ist es eben nicht.

Ohne diese fleißigen Arbeiter, zu denen alle Bienenarten wie auch Hummeln gehören, würden weite Teile unserer Nahrungsmittelversorgung zusammenbrechen. Ohne die geleistete Bestäubungsarbeit gäbe es weder Äpfel noch Tomaten oder Kartoffeln. Und ganz nebenbei fällt da noch der Honig an. Aber Bienen produzieren weit mehr. Aus dem Bienenwachs können viele weitere Produkte umweltschonend gewonnen werden.

 

Hier ein paar Bienen-Fakten:

 

Die Maximale Geschwindigkeit einer Biene beträgt ca. 30 km/h. Die durchschnittliche Flugstrecke für 500 Gramm Honig beträgt etwa 120.000 Km (ca. 3 Weltumrundungen) oder 5 Millionen Blütenbesuche. Die Lebenserwartung einer Honigbiene bei Dauereinsatz im Sommer beträgt maximal 42 Tage. Dabei beträgt die Eilegeleistung einer Bienenkönigin etwa 200.000 p.a.. Der bereits angesprochene Wirtschaftsfaktor Biene lässt sich auch in Euro wiedergeben. Ca. 4 Milliarden Euro beträgt diese Leistung alleine in der BRD. Dabei bestäubt die Biene und ihre Verwandten ca. 100 der wichtigsten Kulturpflanzen wie beispielsweise unsere Apfelbäume.

 

Warum ist die Biene eines der am meisten verkannten Insekten?

Weil wir ihre unglaubliche Leistung nicht bzw. nicht mehr wertschätzen. Bienen werden mittlerweile gezüchtet. Es gibt auch hier den furchtbaren Trend zu „Leistungsoptimierten Züchtungen“. Ertragsmaximierung für die Honigproduktion.

Wir zerstören ihre Lebensräume und vergiften Bienen mit Pestiziden und Fungiziden. Monokulturen auf unseren Feldern haben für Bienen verheerende Folgen. Die Folgen von Züchtungen, Monokulturen aus gentechnisch verändertem Saatgut und Vergiftung durch Umweltgifte und „Landwirtschaftliche Hilfsmittel“ führen zu stark geschwächten Immunsystemen bei den Bienen. Eine Folge hiervon ist dann der Befall mit Parasiten wie z.B. der Varroamilbe, der in den vergangenen Jahren tausende Bienenvölker weltweit zum Opfer fielen. Oftmals sterben sie jedoch direkt durch den unmittelbaren Kontakt bei dem Auftragen der Giftstoffe auf die Felder. Obwohl wir alle schon mal was vom „Bienensterben“ gehört haben, weiß kaum jemand wie schlimm es wirklich um unsere Bienen steht. In Teilen Chinas sind Bienenvölker bereits ausgestorben. Die notwendige Bestäubung der Nutzpflanzen in diesen Regionen wird z.T. von Zwangsarbeitern ausgeführt. In einem Regime wie China mit den vorhandenen „Ressourcen an menschlicher Arbeitskraft“ ist das möglich, aber ist dies die Zukunft auf die man sich einstellen muss?

 

Trage Apis Mellifera als Stellvertreterin einer ganzen Reihe von Lebewesen, ohne die unser Planet nicht nur ärmer an visueller und akustischer Schönheit wäre, sondern auch ärmer an Menschlichkeit bedingt durch Hungersnöte und Humane Katastrophen.

 

Informiere dich über Themen rund um Bienen und ihre Verwandten:

 

www.mellifera.de

 

http://www.morethanhoney.senator.de

 

http://www.bund.net/honigbiene

 

http://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/bienen

 

http://www.provieh.de/bee-with-me 

 

 

 

 lat. Sparidae

 

Ich will hier nicht mit Nemo anfangen, dem Helden Vieler aus Hollywood, auch wenn er viele Sympathien genießt und nicht der schlechteste Repräsentant für die Gattung der Fische ist. Statt dessen ein Auszug aus einem Text der Albert – Schweitzer – Stiftung.

 

Mit ihrer ausgeprägten Lernfähigkeit und ihrem Langzeitgedächtnis gleichen Fische höheren Wirbeltieren. So gebrauchen auch sie etwa Werkzeuge, z. B. Steine zum Aufknacken von Muscheln. Und Artgenossen, von denen manche eher als Schwarmnachbarn akzeptiert werden als andere, erkennen sie auch noch nach mehrwöchiger Trennung. Zudem kommunizieren Fische auf vielfältige Weise, kooperieren artübergreifend (etwa bei der Jagd) und weisen weitere Merkmale der sozialen Intelligenz wie Täuschungsstrategien, Manipulation oder Versöhnung auf. Angesichts dieser in den letzten Jahren gewachsenen Erkenntnisse erscheint die Zahl der jährlich weltweit getöteten Fische erschreckend hoch.“

 

Wer den Reichtum und die Schönheit der Unterwasserwelten schon einmal selber erleben durfte, weiß um den Schatz, den es zu bewahren gilt. Auch hier kann jeder einzelne über sein Konsumverhalten etwas verändern. Jeder kann Teil an der Bewahrung wie auch an der Zerstörung des Lebens unter Wasser sein.

 

Fisch-Fakten:

Getötet werden ca. 90 Millionen Tonnen Fisch p.a. , was etwa 1 -1,7 Billionen Individuen entspricht. Das ist etwa das 16 fache der geschlachteten Landtiere.

Laut der UN-Welternährungsorganisation sind heute bereits mindestens 87% der weltweiten Fischbestände überfischt.

Flipper kennen und lieben einige noch. Doch es ist eben auch eine Tatsache, dass in Fischereinetzen, besonders der großen Fangflotten, jedes Jahr ca. 300.000 Wale und Delphine als sogenannter Beifang sterben. Diese Tiere sterben als Säugetiere einen qualvollen Tod durch ertrinken. Genau wie es einem Menschen ergehen würde, der sich in einem Netz verfängt.

Aber auch mehrere Millionen Haie, von denen viele Arten vom Aussterben bedroht sind, sterben als Beifang. Wie auch ca. 650.000 Robben, etwa 300.000 Seevögel und 250.000 Meeresschildkröten. Wobei viele Arten ebenfalls zum Teil stark vom Aussterben bedroht sind.

 

Die Meerbrasse hat 2016 ihren Platz, als Stellvertreter all dieser Individuen, auf den Textilien von faircato. Es ist nicht nur ein modischer Gag, sondern eine Reminiszens an die Zeiten, als die Weltmeere noch im Gleichgewicht waren.

 

http://albert-schweitzer-stiftung.de/meerestiere

 

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/

 

http://www.greenpeace.de/themen/meere

 

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/ueberfischung/

 

 http://www.peta.de/themen/Fische 

 

 

 

 

 

Formica rufa

Unsere rote Waldameise.

 

 

Die Ameisen dieser Welt sind unverzichtbare Helfer in der Natur. Sie gestallten Lebensräume, leben in komplexen Gesellschaften. Ameisen betreiben "Viehzucht" und "Ackerbau". Sie sind aber auch Jäger und Sammler und natürlich auch Aasfresser. Dadurch halten sie auch unsere Lebensräume "sauber". Sie fungieren somit als so etwas wie die Gesundheitspolizei der Natur.

Dabei besitzen sie unbändige Kräfte, die im Vergleich zu unseren Möglichkeiten unfassbar erscheinen. Aber so stark sie auch sind, so fragil ist der Lebensraum. Und gegen die Zerstörung und damit das Aussterben ganzer Populationen von Ameisen weltweit sind sie dennoch machtlos.

 

Trage formica rufa als Symbol der vielen Kleinen unserer Welt, ohne die sie nicht mehr die Selbe wäre.

2016 hat unsere rote Waldameise einen Platz auf den Textilien von faircato.

 

 

http://www.waldwissen.net/wald/tiere/insekten_wirbellose/wsl_ameisen_faktenblatt/index_DE

 

http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/wissen-lernen/wissen/lexikon-rote-waldameise/steckbrief-rote-waldameise/

 

http://www.ahabc.de/leben/die-rote-waldameise-die-kleine-waldpolizei/